Der Expertenrat unterstützt die Entwicklung der Strategie für die duale Ausbildung im Handwerk

Die Entwicklung einer modernen dualen Ausbildung erfordert nicht nur die Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen und dem Handwerksumfeld, sondern auch die Einbindung von Expertinnen und Experten mit praktischem Wissen über den Arbeitsmarkt, die berufliche Bildung, wirtschaftliche Prozesse sowie die Herausforderungen bei der Vorbereitung junger Menschen auf die Berufe der Zukunft.

Im Projekt „Lernen und Arbeiten im Handwerk – Entwicklung der dualen Ausbildung“ spielt ein Expertenrat eine wichtige Rolle, der die Arbeiten zur Entwicklung einer Strategie für die duale Ausbildung im deutsch-polnischen Grenzraum unterstützt. Die Expertinnen und Experten beteiligen sich an der Analyse von Problemen, der Ermittlung von Bedarfen sowie der Erarbeitung von Lösungen, die die Entwicklung eines modernen Modells der beruflichen Bildung fördern sollen, das den tatsächlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes und des Handwerkssektors entspricht.

Die Tätigkeiten der Expertinnen und Experten konzentrieren sich vor allem auf die Identifikation der wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit dem dualen Ausbildungssystem sowohl auf polnischer als auch auf sächsischer Seite. Analysiert werden unter anderem Fragen der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen, die Verfügbarkeit von Ausbildungsplätzen, Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, Kompetenzanforderungen der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie die Erwartungen von Schülerinnen, Schülern und jungen Menschen bei der Planung ihres beruflichen Werdegangs.

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeiten ist zudem die Analyse von Faktoren, die die Attraktivität der beruflichen Bildung sowie die Wahrnehmung handwerklicher Berufe durch Jugendliche und Eltern beeinflussen. Die Expertinnen und Experten weisen auf die Notwendigkeit hin, ein modernes Bild des Handwerks als eines Sektors aufzubauen, der neue Technologien nutzt, praktische Kompetenzen entwickelt und stabile berufliche Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Im Rahmen der Expertenarbeit werden ebenfalls Barrieren analysiert, die die Entwicklung der dualen Ausbildung erschweren. Zu den am häufigsten genannten Herausforderungen gehören unter anderem:

  • der Mangel an qualifizierten Fachkräften in Branchenberufen,
  • die begrenzte Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen,
  • Schwierigkeiten bei der Organisation der praktischen Berufsausbildung,
  • die unzureichende Förderung der beruflichen Bildung,
  • sich wandelnde Anforderungen des Arbeitsmarktes im Zusammenhang mit Digitalisierung und neuen Technologien,
  • die Notwendigkeit einer besseren Anpassung der Lehrpläne an reale Arbeitsbedingungen,
  • der Bedarf an modernen Instrumenten zur Unterstützung der beruflichen Bildung und Berufsberatung.

 

Die am Projekt beteiligten Expertinnen und Experten vertreten unterschiedliche Bereiche im Zusammenhang mit Bildung und Wirtschaft. An den Arbeiten beteiligen sich Personen mit Erfahrung in der beruflichen Bildung, dem Arbeitsmarkt, der Zusammenarbeit mit Unternehmen, der Entwicklung des Handwerks, der Berufsberatung, der Digitalisierung der Bildung sowie Maßnahmen zur Förderung beruflicher Kompetenzen junger Menschen. Dieses breite Kompetenzspektrum ermöglicht einen umfassenden Blick auf die Herausforderungen der dualen Ausbildung unter Berücksichtigung der Perspektiven verschiedener am Berufsbildungsprozess beteiligter Gruppen.

Von großer Bedeutung für die Umsetzung des Projekts ist auch der grenzüberschreitende Charakter der Zusammenarbeit der Expertinnen und Experten. Der Erfahrungsaustausch zwischen den Partnern aus Polen und Sachsen ermöglicht die Analyse von Lösungen, die in beiden Ländern funktionieren, sowie die Identifikation bewährter Praktiken, die die Entwicklung eines modernen Modells der dualen Ausbildung im Grenzraum unterstützen können. Dadurch können Empfehlungen erarbeitet werden, die sowohl die Bedürfnisse lokaler Unternehmen und Schulen als auch die Erfahrungen aus unterschiedlichen Modellen der beruflichen Bildung berücksichtigen.

Ein wichtiger Bereich der Expertenarbeit ist zudem die Entwicklung moderner digitaler Werkzeuge zur Unterstützung der beruflichen Bildung und der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Schülerinnen und Schülern sowie Unternehmen. Die Expertinnen und Experten beteiligen sich an Konsultationen zur Weiterentwicklung der Bildungsplattform InterCraft, die den Zugang zu Informationen über Berufe, Praktika, Bildungsmaterialien sowie Kooperationsmöglichkeiten zwischen Bildungs- und Handwerksumfeld unterstützen soll.

Die von den Expertinnen und Experten erarbeiteten Schlussfolgerungen und Empfehlungen bilden eine wesentliche Grundlage für die Strategie zur Entwicklung der dualen Ausbildung im Handwerk. Ihr Beitrag ermöglicht die Entwicklung von Lösungen, die den tatsächlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen und die Entwicklung einer modernen beruflichen Bildung unterstützen, die auf praktischen Kompetenzen, grenzüberschreitender Zusammenarbeit und dem Einsatz moderner Technologien basiert.

Die im Rahmen des Projekts umgesetzten Maßnahmen zeigen, dass die erfolgreiche Entwicklung der dualen Ausbildung einen kontinuierlichen Dialog zwischen Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Handwerksorganisationen und Arbeitsmarktexpertinnen und -experten erfordert. Die gemeinsame Erarbeitung von Empfehlungen und Handlungsrichtungen erhöht die Chancen auf die Schaffung nachhaltiger Lösungen zur Förderung beruflicher Kompetenzen junger Menschen und zur Stärkung der Rolle des Handwerks in einer modernen Wirtschaft.

Derzeit tritt das Projekt in die nächste Phase der Maßnahmen zur Entwicklung und Umsetzung der Strategie für die Ausbildung im Handwerk sowie zur Weiterentwicklung von Instrumenten zur Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Schülerinnen und Schülern sowie Unternehmen im deutsch-polnischen Grenzraum ein.

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